12 Symptome, dass dein Körper innerlich verhungert (Teil 1)

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Wir neigen dazu, Gesundheit binär zu sehen: Entweder wir sind gesund oder wir sind krank. Doch dazwischen liegt ein riesiger Graubereich. In diesem Bereich ist man nicht bettlägerig, aber der Körper läuft im Sparmodus.

Viele alltägliche Beschwerden sind keine Charakterzüge („Ich bin halt eine Frostbeule“), sondern physiologische Hilfeschreie. Der Körper signalisiert einen funktionellen Mangel – er hat nicht genug Ressourcen, um alle Systeme optimal zu betreiben, und schaltet daher unwichtigere Funktionen ab oder reguliert sie runter.

Hier sind die biochemischen Hintergründe zu den ersten 12 Signalen:

1. Ständiges Frieren (Jod / Schilddrüse) Die Schilddrüse ist der „Heizkessel“ des Körpers. Um Wärme zu produzieren, benötigt sie Jod als zentralen Baustein für die Schilddrüsenhormone. Fehlt dieser Treibstoff, fährt der Stoffwechsel herunter, die Körperkerntemperatur sinkt minimal ab und wir frieren schneller als andere.

2. Heißhunger auf Süßes (Chrom / Zink) Dies ist oft kein Mangel an Willenskraft, sondern an Blutzucker-Regulatoren. Chrom und Zink sind essenziell, damit Insulin den Zucker in die Zellen transportieren kann. Fehlen sie, bleibt der Zucker im Blut, kommt aber nicht in der Zelle an. Das Gehirn meldet „Energiemangel“ und fordert schnelle Kohlenhydrate an.

3. Zahnfleischbluten (Vitamin C) Vitamin C ist entscheidend für die Kollagenbildung. Kollagen sorgt dafür, dass das Gewebe fest und elastisch bleibt. Ein Mangel führt zu instabilen Kapillaren im Zahnfleisch, die schon bei leichtem Druck (Zähneputzen) reißen.

4. Schwindel beim Aufstehen (Eisen / Natrium) Ein kurzzeitiger Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Dysregulation) deutet oft auf ein zu geringes Blutvolumen oder Sauerstoffmangel hin. Eisen ist notwendig für den Sauerstofftransport, während Natrium (Salz) wichtig ist, um das Blutvolumen stabil zu halten.

5. Weiße Flecken auf Nägeln (Zink) Die Nagelmatrix benötigt für das Wachstum extrem viel Zink. Herrscht ein Mangel, wird der Verhornungsprozess kurzzeitig gestört. Es entstehen Lufteinschlüsse in der Nagelplatte, die wir als weiße Flecken oder Streifen wahrnehmen.

6. Risse in den Mundwinkeln (Vitamin B-Komplex / Eisen) Rhagaden sind ein klassisches Zeichen für schlechte Hautregeneration. Vitamin B2 (Riboflavin) und Eisen sind essenziell für die Erneuerung der Schleimhäute. Fehlen sie, wird die Haut in den feuchten Mundwinkeln brüchig und heilt nicht ab.

7. Müdigkeit direkt nach dem Essen (B-Vitamine) Verdauung ist Schwerstarbeit. Um Nahrung in Energie (ATP) umzuwandeln, benötigt der Stoffwechsel B-Vitamine als Co-Faktoren. Sind diese Speicher leer, kostet der Verdauungsprozess mehr Energie, als er kurzfristig liefert – man fällt in das berühmte „Suppenkoma“.

8. Innere Unruhe / „Stromgefühl“ (Magnesium) Magnesium ist das „Salz der inneren Ruhe“. Es dämpft die Reizweiterleitung der Nerven. Fehlt es, sind die Nervenenden übererregbar. Man fühlt sich, als stünde man innerlich unter Strom oder vibriert.

9. Reizbarkeit („Dünne Haut“) (Omega-3) Unser Gehirn besteht zu einem Großteil aus Fett. Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) sind wichtig für die Fluidität der Zellmembranen und die Signalübertragung. Ein Mangel wird oft mit Neuro-Entzündungen in Verbindung gebracht, die die Stresstoleranz senken.

10. Wortfindungsstörungen (Cholin / Omega-3) Wenn einem Namen oder Begriffe nicht einfallen, fehlt oft der Neurotransmitter Acetylcholin. Cholin ist der Baustoff dafür und sorgt zusammen mit Omega-3 für eine schnelle Reizübertragung zwischen den Synapsen.

11. Kribbeln in Händen/Füßen (Vitamin B12) Vitamin B12 schützt die Myelinscheiden (Isolierschicht) unserer Nervenbahnen. Ein Mangel führt dazu, dass diese Isolierung dünner wird, was zu Fehlschaltungen führt, die wir als Kribbeln oder Taubheit wahrnehmen (Parästhesien).

12. Zähneknirschen (Magnesium / Vitamin B5) Bruxismus ist oft ein Zeichen von unbewusstem Stressabbau im Schlaf. Magnesium entspannt die Kiefermuskulatur, während Vitamin B5 (Pantothensäure) wichtig für die Synthese von Stresshormonen ist und die Stresstoleranz erhöht.

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