Mein Hund Pepper

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Hallo, ihr Lieben,
Das ist Pepper!

Mein geliebter schokobrauner ADHS-Labrador. Und mittlerweile ist er 12 Jahre alt.

Sein Geist ist noch immer der eines jungen Hundes, aber sein Körper spielt nicht mehr mit.
Pepper hat eine total kaputte Wirbelsäule.

Ich dachte, heute erzähle ich Euch seine Geschichte, denn gerade auch bei Tieren verhält es sich mit Krankheit, Gesundheit und Heilung nicht anders als beim Menschen. Und gute und echte (Tier-)Ärzte sind auch hier absolut keine Selbstverständlichkeit.

Außerdem ist es gerade das, was mich am meisten beschäftigt und oft auch sehr traurig macht, so dass ich es heute mit Euch teilen möchte:

Ich weiß nicht mehr genau, was der Anlass war, aber als Pepper etwa 6 Jahre alt war, wurde seine Wirbelsäule geröntgt und der Arzt in der Tierklinik sagte zu mir:
Ihr Hund hat eine bereits fortgeschrittene schwere Arthrose der Wirbelsäule.

Diese Diagnose brannte sich irgendwie in mein Gehirn, obwohl Pepper relativ unbeschwert die nächsten Jahre weiterlebte.

Er war halt ein Labrador: Tümpel, Wasser in jeder Form und Stöcke und Bälle waren sein Leben. Er sollte es nicht und doch war er von selbst nicht zu bremsen.

Mit 10 Jahren wurde er schwerfälliger, kam hinten manchmal nicht hoch, es gab kurzfristig Schmerzmittel, dann war es auch wieder gut.

Irgendwann wurden die Treppen im Haus schwieriger und auch das Einsteigen ins Auto ging dann nur noch mit einer Rampe. Ab seinem 11. Lebensjahr bekam er dauerhaft Schmerzmittel.
Ansonsten aber war er voller Freude und Lebenslust.

In den Jahren nach der Diagnose „schwere Arthrose“ gab es immer mal kleinere Anlässe für den Tierarzt und zwei Tierärzte sagten unabhängig voneinander „Ich sehe eigentlich keine Arthrose auf den Röntgenbildern“ (Ich zeigte damals die Bilder, die ich vor Jahren aus der Tierklinik mitbekam).

Nunja, aber was hat er dann? Die eine Tierärztin meinte, er hätte wohl eine Rückenmarksdepression (ohne weitere Untersuchung), der andere Tierarzt sagte gar nichts weiter dazu.

Da entschloss ich mich, der Sache auf den Grund zu gehen. Mein Hund muss ja nicht täglich mit Schmerzmitteln zugeballert werden, wenn nicht einmal eine ordentliche Diagnose existiert.

Zumal nach einem Jahr Meloxicam zeigten sich bereits Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich.
Ich wollte endlich wissen, was er hat.

Mein Vertrauen in Tierärzte und „renommierte“ Tierkliniken hatte zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön gelitten.

Ich hatte mehrere Videos von Tierarzt Dirk Schrader gesehen, der immer wieder hart mit der Tierärzteschaft ins Gericht geht und alternative Wege mit z.B. Quantenanalyse und CDL beschreitet.

Auf seiner Seite „Kritische Tiermedizin“ kann man alles nachlesen und liest dort auch über spezielle von ihm entwickelte Operationsverfahren an der Wirbelsäule beim Hund.

Ich packte Pepper ein und fuhr in seine Praxis in Hamburg Rahlstedt, die er dort mit seinem Sohn betreibt.
Es war Montag-Morgen und das Chaos war beinahe erschlagend.

Übervolle Wartezimmer mit Mensch und Tier, die zum Teil aus ganz Deutschland kamen, überforderte Angestellte und nur wenig System in der Abwicklung.

Wer zu Dirk Schrader wollte, der musste sich vor Ort selber kümmern, dass er drankam. Damit meine ich nicht die höfliche deutsche Art sondern fordernd, bestimmt und einfach nach oben in den Behandlungsraum gehend.

Mit Höflichkeit hättest Du dort Stunden gesessen und wärst vielleicht gar nicht drangekommen. Dirk Schrader schätze ich mittlerweile auf um die 80 Jahre und als Tierarzt sicher fitter als manch anderer, aber so ein Chaos überfordert ihn merklich und der erste Tag blieb vom Eindruck chaotisch und fraglich, wenn auch fachlich ok.

Er meinte zu mir, wir bräuchten zunächst eine ordentliche Diagnose bei Pepper und das ginge nur, indem man sich die Wirbelsäule von innen unter Narkose mit Kontrastmittel anschaut.

Wir vereinbarten einen Termin dafür und zwei Tage später, Mittwoch, kam ich wieder. Mittwochs ist es in der Praxis wohl grundsätzlich wesentlich ruhiger und diesmal lief alles routiniert, relativ ruhig und gut.

Pepper wurde Blut abgenommen fürs Labor und die Quantenanalyse gemacht. Nach der OP sollte Besprechung sein.
Das Ergebnis war für mich sehr traurig. An seiner gesamten Wirbelsäule waren leichte bis schwerere Bandscheibenvorfälle zu sehen und ganz hinten, am Übergang der Lendenwirbelsäule zum Steißbein, ein besonders schweres sog. Cauda Equina-Syndrom.

Dieser Befund bedeutet lebenslange Schmerzen – also entweder starke Schmerzmittel weiter wie bisher oder chirurgisches Vorgehen in drei Schritten.

Die Quantenanalyse ergab, dass Pepper komplett und heftigst übersäuert ist, so dass Dirk Schrader mir riet, ihn mit CDL und Natron zu behandeln und wir sprachen über das Thema Hundeernährung.

Wisst Ihr, dass er mir erzählte, dass es einer der größten Irrtümer ist, dass Hunde Fleischfresser seien? Er sagte, es gäbe mittlerweile sogar Studien, die dieses Dogma widerlegen würden. Er riet mir, für meine Hunde wie für uns Menschen zu kochen – mit nur sehr sehr wenig Fleischanteil und natürlich nicht so stark gewürzt.
(Was ich ohnehin schon seit Jahren tat).

Speziell für Peppers Wirbelsäulenbefund hatte Dr. Schrader schon vor vielen Jahren zwei OPs entwickelt, die kein anderer Tierarzt in Deutschland in dieser Form ausführt:
Eine Verdampfung der Bandscheibenkerne (perkutane Lasernukleotomie) und eine spezielle Operation bei Cauda Equina Syndrom.

Man geht dabei in drei operativen Schritten vor und schaut, inwieweit nach jeder OP der nächste Schritt noch notwendig ist.

Pepper hat nun zwei Eingriffe hinter sich, doch leider ist das Cauda Equina Syndrom so schwer, dass bei ihm auch der dritte Eingriff noch notwendig sein wird. Ich schätze in etwa 2 Wochen.

Ich will gar nicht so genau auf alle Details eingehen, aber was mir wichtig ist, das ist Folgendes:

1. Dirk Schrader und auch sein Sohn scheren sich nicht um die neue Gebührenordnung. Sie nehmen für die Behandlung der Tiere humane und angemessene Preise. Wahrscheinlich ist auch das ein Grund, warum die Praxis so übervoll (und leider oft auch chaotisch) ist.

Aus ihrer Sicht dürfen die Tiere nicht unter unbezahlbaren Preisen leiden, was eine sehr menschliche Haltung in dieser zunehmend unmenschlichen Welt ist.

Ich selber habe für beide bisherigen OPs inkl. Röntgen, Labor und Quantenanalyse, Nachsorge und Schmerzmittel pro OP 700,-€ bezahlt.

Damit möchte ich sagen, es gibt sie: Ein paar wenige gute und noch menschliche Tierärzte, die im Sinne der Tiere handeln.

2. Ich war schon bei vielen Tierärzten und in sog. „renommierten“ Tierkliniken; ich bekam für Pepper nur Falschbefunde oder gar keine Befunde, dafür Schmerzmittel bis ans Lebensende ohne echte Diagnose und Alternative.

Ist es also bei Tierärzten nicht anders als bei Humanmedizinern? Sind „echte“ Tierärzte womöglich rar gesäht? Dafür zahlst Du aber in „normalen“ Tierarztpraxen schon 100,-€ nur für den Handschlag und alle wollen das (vllt. nicht vorhandene) Impfbuch sehen? Oder ihr Fertigfutter verkaufen?

Schau gut hin bei der Wahl Deines Tierarztes und gib auch hier die Verantwortung nicht aus der Hand.

3. Tiere sind für mich wie meine eigenen Kinder. Ich kann im Leben noch so ausgeglichen und gelassen sein, aber wenn mit meinen Tieren etwas ist, dann verliere ich alle „coolness“.

Ich liebe sie über alles und leide mit ihnen. Unsere Tiere sind auf unsere Hilfe und unseren Schutz angewiesen.

Tiere sind göttliche Geschöpfe – wie wir – nur in anderer Gestalt.

Bis dahin
Deine Ayse

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