Blei, Arsen, Cadmium: Was in jedem einzelnen getesteten Tampon steckte

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Regal mit Hygieneartikeln, gedämpftes Licht

Eine Frau benutzt im Laufe ihres Lebens mehrere tausend Tampons. Und bis vor Kurzem hatte noch nie jemand untersucht, welche Metalle darin eigentlich stecken.

Nicht „zu wenig untersucht“. Noch nie.

In diesem Beitrag möchte ich mit dir durchgehen, was gefunden wurde, als das zum ersten Mal jemand gemacht hat — und was danach passiert ist.

Die erste Untersuchung ihrer Art

Eine Forschungsgruppe um die Wissenschaftlerin Jenni Shearston von der University of California in Berkeley hat die erste Studie überhaupt durchgeführt, die schädliche Metalle in Menstruationsprodukten gemessen hat. Erschienen ist sie in der Fachzeitschrift Environment International.

Der Aufbau war schlicht. 30 Tampons von 14 der bekanntesten Marken, aus den USA und aus Europa, konventionelle Produkte und Bio-Produkte. Untersucht wurde auf 16 verschiedene Schwermetalle.

Und das Ergebnis war das, was solche Untersuchungen selten liefern, nämlich vollkommen eindeutig:

Alle 16 Metalle wurden gefunden. In jeder einzelnen Probe.

Nicht in vielen Proben. In allen. Und darunter waren Blei, Arsen und Cadmium.

Und Bio hilft nicht

Was ich fast noch bemerkenswerter finde, ist der zweite Befund. Denn wenn du jetzt denkst, du tust dir etwas Gutes, weil du auf Bio umsteigst: Das bringt an dieser Stelle nichts. Die Bleiwerte waren in den konventionellen Produkten höher — aber die Arsenwerte waren in den Bio-Produkten höher.

Und dahinter steckt etwas, das weit über Tampons hinausgeht und das ich dir gerne kurz erkläre, weil es dein Einkaufen verändert.

„Bio“ ist eine Aussage über den Anbau. Über Pestizide, über Dünger, über Verfahren. Es sagt nichts darüber, was im Boden war, auf dem die Baumwolle gewachsen ist. Schwermetalle kommen nicht von der Spritze. Sie kommen aus der Erde, aus dem Grundwasser, aus der Luft in der Nähe von Industrie. Eine Pflanze zieht sie über die Wurzel hoch, völlig gleichgültig, welches Siegel später auf der Packung klebt.

Bio schützt dich vor dem, was jemand dazugibt. Nicht vor dem, was schon da war.

Warum ausgerechnet an dieser Stelle

Jetzt könnte man sagen: Spuren von Metallen stecken in vielem. Warum ist das hier etwas anderes?

Wegen des Ortes.

Fast alles, was in deinen Körper gelangt, geht vorher durch eine Kontrolle. Was du isst, wandert durch Magen und Darm und wird danach durch die Leber geschleust, bevor es überhaupt in den großen Kreislauf kommt. Die Leber ist die Zollstation. Sie filtert, sie baut um, sie entschärft.

Eine Schleimhaut hat diese Zollstation nicht. Sie ist dünn, sehr stark durchblutet und darauf gebaut, Stoffe direkt aufzunehmen. Genau deshalb gibt es Medikamente, die man unter die Zunge legt: Sie wirken schneller und stärker, weil sie an der Leber vorbeigehen.

Die Vaginalschleimhaut ist eine der aufnahmefähigsten Schleimhäute, die dein Körper hat. Da gibt es kein Schutzschild und keine Vorprüfung. Und genau dort liegt ein Tampon, tagelang, Monat für Monat, über Jahrzehnte.

Dazu kommt etwas, das viele nicht wissen: Für Blei gibt es keine Menge, von der die Fachgremien sagen würden, dass sie sicher unbedenklich ist. Bei den meisten Stoffen gibt es einen Wert, unter dem Entwarnung gilt. Bei Blei lautet die Empfehlung nicht „unter dem Grenzwert bleiben“, sondern schlicht „so wenig wie möglich“.

Was danach passiert ist

Diese Studie hat einiges ausgelöst. Zwei Monate später kündigte die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA an, die Sicherheit von Tampons selbst zu untersuchen.

Diese Untersuchung ist inzwischen fertig, und ihr Ergebnis lautet: Die Metalle seien zwar drin, würden aber in so geringen Mengen freigesetzt, dass keine gesundheitlichen Schäden zu erwarten seien.

Und hier lohnt es sich, genau hinzusehen, was da eigentlich geprüft wurde.

Geprüft wurden elf Produkte, die in den USA verkauft werden. Berkeley hatte dreißig aus vierzehn Marken untersucht, aus zwei Kontinenten. Geprüft wurde außerdem im Labor, in angesäuertem Wasser bei fünfzig Grad — nicht in einem Körper, nicht über Jahre, nicht mit einer echten Schleimhaut.

Und geprüft wurde von genau der Behörde, die jahrzehntelang gar nicht geprüft hat. Ein Produkt, das Millionen Frauen ihr halbes Leben lang tragen, ist bis 2024 durch keine einzige Untersuchung dieser Art gegangen. Nicht in Amerika, nicht in Europa. Erst als eine Universität vorlegte, wurde die Behörde tätig — und ihr eigenes Ergebnis lautete dann, dass alles in Ordnung sei.

Ich sage nicht, dass diese Untersuchung falsch ist. Ich sage: Sie beantwortet nicht die Frage, die mich beschäftigt. Die Frage ist nämlich nicht, ob ein Tampon dich krank macht. Die Frage ist, wie es sein kann, dass niemand das jemals wissen wollte.

Der Weg, über den täglich etwas hereinkommt

Und damit möchte ich zu dem kommen, was mir bei diesem ganzen Thema am wichtigsten ist.

Die Aufregung geht immer zu dem einen Produkt. Zum Tampon, zur Creme, zur Verpackung. Man tauscht dieses eine Produkt aus und hat das Gefühl, die Sache erledigt zu haben.

Nur kommen Schwermetalle nicht hauptsächlich über das Produkt, über das gerade berichtet wird. Sie kommen über die Wege, über die jeden einzelnen Tag etwas hereinkommt, ohne dass jemand darüber schreibt. Über die Nahrung. Über die Luft. Und über Wasser — durch alte Leitungen, durch Bleirohre in Altbauten, durch Armaturen, durch das, was auf dem Weg dorthin in den Kreislauf gerät.

Ein Tampon ist ein paar Tage im Monat im Spiel. Wasser ist jeden Tag im Spiel, in jedem Glas und in jedem Topf.

Was wirklich in deiner Leitung ist, was davon geprüft wird und was eben nicht, und woran du einen ernsthaften Filter von einem teuren Placebo unterscheidest, habe ich in meinem kostenlosen Wasser-Ebook aufgeschrieben: ayse-meren.de/wasser. Und das System, mit dem ich das bei mir zu Hause gelöst habe, findest du hier: ayse-meren.de/filter.

Und für die andere Seite derselben Rechnung — dass dein Körper wieder loswird, was doch hereinkommt — kommt es auf einen Stoff an, den dein Körper selbst herstellt: Glutathion. Daran werden Schwermetalle im Körper angehängt und abtransportiert. Man kann sich das wie Müllsäcke vorstellen: Solange genug da sind, geht der Müll raus. Sind keine da, bleibt er liegen. Du findest es bei uns als Glutathion, und wenn du den Körper einmal grundsätzlich unterstützen möchtest, als Pure Body Clean.

Was du sofort tun kannst

  1. Wechsle regelmäßig, alle vier bis acht Stunden, und trag nichts über Nacht durch.
  2. Nimm die kleinste Saugstärke, die für deinen Tag reicht. Mehr Material bedeutet mehr Reibung und mehr Trockenheit.
  3. Bio ist hier kein Schutz. Kauf es, wenn du es aus anderen Gründen willst — aber nicht in dem Glauben, das Thema damit gelöst zu haben.
  4. Sieh dir die Alternativen einmal in Ruhe an. Menstruationstassen, Periodenunterwäsche, Stoffbinden. Viele Frauen finden sie schlicht angenehmer und haben sie nie ausprobiert.

Wenn du die ganze Studie lesen willst

Kommentier unter dem Reel einfach das Wort Tampon, dann schicke ich dir alles zu — die Untersuchung, die Markenliste und was es für Alternativen gibt.

Und schick das hier an jede Frau, die noch Tampons benutzt.

Von Herzen, deine Ayse

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